Zur Schule muss Stephan eine Kniebundhose aus Leder anziehen.
Damit ist er das Gespött aller Kinder.
Er trägt die Hose, weil seine Mutter das so süß findet.
Auf dem Kopf hat er einen Tirolerhut mit einer Feder.
Den Tirolerhut schlagen ihm die anderen Kinder vom Kopf. Stephan muss ihn aus einer Pfütze aufheben, während die Klassenkameraden um ihn herum stehen und lachen.
Im Unterricht muss Stephan zur Toilette.
Er mag sich nicht melden und rausgehen, weil alle wieder lachen werden, wenn er mit seiner Lederhose durch die Klasse geht. Den weiten Weg von ganz hinten bis zur Tür. Die ganze Klasse wird johlen und die Lehrerin wird böse sein.
Er schämt sich dafür, dass er zur Toilette muss. Aber er kann es nicht mehr aushalten.
Schließlich pinkelt er in die Hose. Der Urin läuft an seinem Bein entlang auf den Fußboden bis an die Fußleiste. Sein ganzer Hintern ist nass. Erst ist es warm, dann wird es kalt.
Stephan weiß nicht, was er jetzt machen soll.
Die anderen merken es erst in der kleinen Pause.
"Was ist das denn? - Der hat in die Hose gepinkelt! Kommt mal alle her!"
Er sagt "Ihr spinnt wohl! Das Wasser kommt doch aus dem Heizkörper!"
Das glauben sie ihm, obwohl die ganze Lederhose schwarz von der Feuchtigkeit ist.
Haben sie Mitleid mit ihm? Merken sie, dass er nicht mehr kann?
Zu Haus versohlt Mama Bendrath ihm den Hintern, weil die Lederhose nicht mehr zu retten ist.